Freitag, 27. April 2018

Fremdgebloggt mit Tapsis Buchblog - Die Blutschule











Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rhode
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 272
ISBN: 978-3404175024










Simon und Mark sind wenig begeistert, als ihre Eltern beschließen, mit ihnen aus Berlin wegzuziehen. Ausgerechnet in die ländliche Gegend des Landkreises Oder-Spree soll es gehen. Dort angekommen bemerken die Brüder schnell, dass das Dorfleben nicht so idyllisch ist, wie sie dachten. Und tödlicher, als sie befürchteten...

"Die Blutschule" ist Sebastian Fitzeks erster Gehversuch im Horror/Thriller-Genre. Unter dem Pseudonym Max Rhode, der die Hauptrolle in Fitzeks "Das Joshua-Profil" spielt, schrieb der Bestsellerautor dieses Büchlein. Nach der Lektüre kann ich sagen: Fitzek, bleib bitte bei deinen Thrillern. Horror liegt dir nicht, auch wenn der Ausflug ganz nett war.

Die Geschichte wird von Simon selbst erzählt. Er sitzt in einer geschlossenen Anstalt und muss für seinen behandelnden Therapeuten die Kindheitserlebnisse aufschreiben, die ihn zu einem Wrack gemacht haben. Das mutet zunächst spannend an und Rhode versteht es sehr gut, eine nervöse Grundspannung in seine Erzählung einfließen zu lassen. So gefiel mir die erste Hälfte des Thrillers sehr gut und ich bekam einen Einblick in die angsteinflößende Dorfgemeinschaft.

Doch genau dann kam es zum Bruch innerhalb der Geschichte. Die titelgebende Blutschule wurde innerhalb weniger Absätze eingeführt und abgehandelt. Die dort stattfindenden Grausamkeiten in zwei, drei Sätzen abgehandelt. Aufwühlende Details? Fehlanzeige. Dabei hätten genau diese Details dem Roman gut getan. Denn so verlor sich die flüchtige Spannung und der Thriller wurde zu einer netten Erzählung, die bei mir ein Schulterzucken hinterlässt.

Zu Beginn und zum Ende blitzte kurz der mir bekannte Fitzek auf. Doch leider konnten diese kurzen Erscheinungen den Gesamteindruck nicht verbessern. So bleibt die Geschichte etwas, was sich sehr leicht liest und was man innerhalb weniger Tage wieder vergessen hat.

Fazit: Nett. Und das ist wohl das tödlichste Fazit für einen Thriller.

Neugierig geworden? Eine Leseprobe findet Ihr hier.