Montag, 5. Februar 2018

**Rezension** Kalte Haut (Neuauflage 2018)


Titel: Kalte Haut
Autor/in: Martin Krist
Verlag: Selfpublished
ISBN: 978-3-745091533
Format: Taschenbuch
Seiten: 360 Seiten
Preis: 10,99 € (Taschenbuch) / 0,99 € (E-Book)
ET: 2018-02 (Erstveröffentlichung 2012)
Genre: Thriller

Buchinfo/Klappentext:
Berlin wird von einer unheimlichen Mordserie erschüttert. Die Vorgehensweise des Täters ist immer die gleiche: Er entführt seine Opfer, stellt dann Foltervideos ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er ihnen die Haut abzieht. Anschließend lockt er gezielt Journalisten zu den verstümmelten Leichen. Vieles deutet darauf hin, dass die Morde in einem Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Berliner Innensenators stehen könnten, die das politische Leben in der Stadt vergiftet haben.
Bei der Suche nach dem Täter ziehen die türkischstämmige Kommissarin Sera Muth und ihre Kollegen den Polizeipsychologen Dr. Robert Babicz hinzu, der in den USA eine mehrjährige Ausbildung zum Profiler genossen hat. Und tatsächlich kommt Babicz das Vorgehen des Berliner Täters merkwürdig vertraut vor: In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der »Knochenmann« nun zurück?  (Quelle: Martin Krist)


Cover:
Das Cover dieser 3. Auflage gefällt mir um Längen besser als die Cover der Vorauflagen. Die Perspektive auf die Straße finde ich toll. Die dunkle und düstere Stimmung tut ihr übriges, um das Cover perfekt für einen Thriller zu machen.

Meinung:
Mittlerweile habe ich einige Bücher dieses Autors gelesen, aber ein paar ältere fehlen mir noch. Kalte Haut erschien 2012 erstmals bei Goldmann und später als E-Book bei midnight by Ullstein. Nun gibt Martin Krist die Neuauflage selbst heraus. Grund genug, diesen Thriller auch endlich zu lesen.
In diesem Roman ist der leitende Ermittler eine Frau. Sera Muth kennt man bereits, wenn man die Kalkbrenner-Romane gelesen hat. Von einer Neben- zur Hauptrolle befördert, erfährt der Leser mehr über ihre Wurzeln und ihren familiären Hintergrund. Das ist ebenso spannend wie die beiden Fälle, mit denen die Kommissarin konfrontiert wird.
Zum einen wird eine junge türkische Frau niedergestochen. Das bewegt Sera Muth mehr als üblich, da sie sogar in ihrem eigenen Umfeld ermitteln muss. Diesen Einblick in türkische Traditionen und die Mentalität hat der Autor sehr gut und überzeugend dargestellt.
Zum anderen geschehen in Berlin bestialische Morde, denen Entführungen vorangehen. Hinzugezogen wird ein Fallanalytiker, der mit den Schatten seiner Vergangenheit kämpft. Geschickt hat Martin Krist erneut ein Handlungsnetz gesponnen, das nach und nach Informationen zu den einzelnen Ebenen preisgibt.
Dass der Thriller-Autor sein Handwerk versteht, ist unlängst bekannt, aber ich werde nicht müde, es immer wieder zu erwähnen. Es ist schon eine Kunst, einzelne Fäden am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzufügen und auf dem Weg dahin, den Spannungsbogen stetig zu erhöhen. Was mir außerdem sehr gut gefällt: Keiner seiner Thriller gleicht dem anderen, denn Schema F gibt es bei Martin Krist nicht.

Fazit: 
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Ich möchte sogar behaupten, dass er zu meinen Krist-Favoriten zählt. Durchgehend spannend, intelligent konzipiert, bestückt mit vielschichtigen Charakteren und einer bedrückend realistischen Story.
Für Thriller-Fans ein absolutes Muss! Ein Buch mit hohem Thrillfaktor und Gänsehaut-Garantie!





Auch wenn ich die Schlusskorrektur an diesen Buch vorgenommen habe, spiegelt diese Rezension meine ureigene Meinung wider!