Donnerstag, 7. Dezember 2017

**Rezension** Märchenwald


Titel: Märchenwald
Autor/in: Martin Krist
ISBN: 978-3-548-28764-5
Format: Taschenbuch
Seiten: 416 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (E-Book)
ET: 2016-08
Genre: Thriller

Buchinfo/Klappentext:
Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.  (Quelle: Ullstein)


Cover:
Das schlichte Cover gefällt mir ganz gut. Nur drei Farben - weiß, schwarz und rot. Auch sonst gibt es nicht viel zu sehen - Titel, Autor und ein etwas krüppeliger Baum. Aber das reicht aus und zeigt Wirkung.

Meinung:
Nachdem ich vor einigen Wochen noch bei der letzten Lesung zu diesem Buch war, musste ich es natürlich auch lesen. Außerdem habe ich noch ein paar Bücher von Martin Krist auf meiner Leseliste, um auf Stand zu kommen.
Wie gewohnt bekommt der Leser viele Handlungsebenen präsentiert. Zum einen begleitet man die Kinder Max und Ellie bei ihrem Trip durch Berlin. Mit den beiden habe ich am meisten mitgefiebert. Des Weiteren trifft man auf eine Frau ohne Gedächtnis, die ebenfalls durch die Stadt irrt und offenbar in Gefahr schwebt. Und natürlich darf das Ermittlerteam Kalkbrenner und Muth nicht fehlen.
Martin Krist nimmt jeden einzelnen Handlungsfaden auf und verwebt sie geschickt zu einer spannenden Story. Eine Story, die von Kapitel zu Kapitel mehr und mehr Fahrt aufnimmt. Das Gute ist, dass man keine Kalkbrenner-Vorkenntnisse haben muss, um der Geschichte zu folgen, da der Fall in sich ja abgeschlossen ist. Was man allerdings sehr wohl braucht, ist Konzentration, sonst könnte es sein, dass man Einzelheiten des komplexen Aufbaus überliest. Und das sollte man wirklich vermeiden, denn selten findet man so gut konstruierte Thriller, die der Realität erschreckend nah kommen. Als Leser wird man mitgerissen, ist streckenweise fassungslos, muss sich sammeln und liest dann aber weiter, weil man gar keine andere Wahl hat.

Fazit: 
Es gibt viele Thriller-Autoren, aber Martin Krist gehört zu denen, die ihre Bücher nicht nur hart und direkt, sondern auch äußerst intelligent gestalten. Der Leser soll sich nicht nur "berieseln" lassen, nein, er muss mitdenken! Das hebt ihn deutlich von vielen seiner Kollegen ab und macht das Lesen seiner Bücher immer wieder zu einem Highlight. So auch bei "Märchenwald". Tolle und spannende Story, interessante Charaktere - ein weiterer Pageturner, der einen Platz in meiner Krist-Sammlung erhält.
Klare Leseempfehlung!