Montag, 13. November 2017

**Rezension** Was wir dachten, was wir taten


Titel: Was wir dachten, was wir taten
Autor/in: Lea-Lina Oppermann
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN: 978-3-407-82298-7
Format: Taschenbuch
Seiten: 184 Seiten
Preis: 12,95 € (Taschenbuch) / 11,99 € (E-Book)
ET: 2017-11
Genre: Jugendbuch

Buchinfo/Klappentext:
Amokalarm. Eine maskierte Person dringt ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, Mitläufertum, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt.  (Quelle: Beltz)


Cover:
Das Cover besteht fast ausschließlich aus dem Titel. Der Hintergrund ist die Nahaufnahme einer Handfläche. Man erkennt sehr gut die einzelnen Linien. Gefällt mir sehr gut, wahrscheinlich weil es so schlicht und simpel ist.

Meinung:
Was passiert bei einem Amoklauf in einer Schule? Und was fühlen und denken die Beteiligten, eingeschlossen in einem Klassenraum? Diese Gedanken und Gefühle beschreibt Lea-Lina Oppermann in ihrem Buch. Der Leser landet mitten im Schulalltag und wird Zeuge wie der Amokalarm ausgelöst wird. 
Abwechselnd erzählen die Schüler Fiona und Mark und der Lehrer Herr Filler von den Erlebnissen in einem Klassenraum. Da alle drei Charaktere sehr unterschiedlich sind, war es interessant zu lesen, was jeweils in ihnen vorgeht. 
Die junge Autorin hat mit ihrem Roman einen Blick in das Seelenleben von Schülern bzw. Jugendlichen gewagt. Sie zeigt nicht nur die Gedanken der drei Erzähler, sondern auch wie sich der Rest der Klasse verhält, als es nach und nach persönlicher wird. Der Täter spielt perfide Psychospielchen mit den Geiseln und stellt sie bloß. Warum? Und wie würde man selbst reagieren? Diese Fragen habe ich mir beim Lesen durchgehend gestellt. Die Antwort: Das kann man unmöglich beantworten. 
Lea-Lina Oppermann schreibt klar und ohne Schnörkel. Sie schafft es Spannung zu erzeugen und zu halten, den Leser sich selbst Fragen stellen zu lassen und insgesamt das Gefühl zu erzeugen, man würden ebenfalls in diesem Klassenzimmer sitzen. Das Buch ließ sich wunderbar in einem Rutsch lesen und hat mich nachhaltig beeindruckt.

Fazit: 
Dieses Romandebüt hat mich in vielerlei Hinsicht überzeugt. Das Thema ansich ist kein leichtes und wenn es eine so junge Frau schafft, eine derart spannende und zugleich beängstigend authentische Geschichte zu verfassen, dann muss man einfach seinen Hut ziehen.
Dieses Buch regt zum Nachdenken an und sollte gelesen werden! Klare Leseempfehlung!










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