Dienstag, 16. August 2016

**Rezension** Der Wahnsinn den man Liebe nennt

Titel: Der Wahnsinn den man Liebe nennt
Autor/in: Clara Römer
Verlag: Diana Verlag
ISBN: 978-3-453-35879-9
Format: Taschenbuch
Seiten: 320 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (E-Book)
ET: 2016-05
Genre: Comtemporary
             
Buchinfo/Klappentext:
Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres Mannes steht auf dem Auftrag – allerdings mit einer falschen Adresse. Als sie nachfragt, hat Wolf eine einfache Erklärung, doch bald tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Susa fährt zu der Adresse, eine junge Frau öffnet die Tür. In der Küche: der Kühlschrank. Auf der Kommode: Kinderfotos von Josie, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das ihrem Mann so ähnelt und den Namen seiner Großmutter trägt. Alle Puzzleteile passen zusammen, und Susas Welt zerbricht … (Quelle: Diana Verlag)


Cover: 
Das Cover ist schlicht und simpel und gefällt mir genau deshalb so gut. Der Titel riesengroß, die Herzen, die ab und zu blasser werden, und die Oberfläche, die voller Risse ist....gut durchdacht! Top!

Meinung:
Was für ein Roman. Der Titel und die Herzen auf dem Cover lassen eine Liebesgeschichte vermuten, aber es ist vielmehr eine Lebensgeschichte. Susa, Anfang 40, steht vor den Trümmern ihrer Ehe als sie zufällig erfährt, dass ihr Mann Wolf seit Jahren ein Doppelleben führt und sie betrügt. Nun muss sie erstmal ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen lenken.
Mit Susa hat die Autorin eine liebeswerte Protagonistin geschaffen, mit der man von Anfang an mitleidet. Wolf hingegen hat sie, bis auf einige wenige Ausnahmen, eher unsympathisch dargestellt. Aber ob nett oder nicht, alle Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen.
Die Handlung durchläuft viele Ebenen - Liebe, Glück, Schmerz, Wut - alles kam mir sehr glaubwürdig und authentisch vor. Das Buch zeigt, dass das Leben eben nicht immer so ist wie es scheint. Hinter jeder Fassade kann es bröckeln und trotzdem gehört auch das zum Leben dazu. Ich fand es gut zu zeigen, dass es nicht immer nur Regenbogen, sondern auch Gewitter gibt.
Clara Römer hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Der Erzähler begleitet Susa und driftet dabei auch immer wieder zu vergangenen Situationen. Ein guter Mix.

Fazit: 
Ich habe diesen Roman in einem Rutsch gelesen. Die Geschichte von Susa und auch die ihrer Familie hat mich berührt, nachdenklich gemacht, aber auch gut unterhalten. Besonders die Katze "Fräulein Rosalie" habe ich in mein Herz geschlossen.
Wer eine Story lesen möchte, die aus meiner Sicht gar nicht so weit hergeholt ist, sollte diesen gefühlvollen Roman nicht verpassen.
Klare Leseempfehlung!





Danke an den Diana Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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